Social Banking 2.0 – Der Kunde übernimmt die Regie

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Management 2.0: Ist die Zukunft von Social Banking weiblich?

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Die Diskussion, ob mehr Frauen in der Führungsspitze von Banken und Finanzdienstleistern auch zu mehr Sozialorientierung und Nachhaltigkeit im Geschäftsgebaren führen, wird sehr emotional geführt. Sachlich vorgetragenen Argumenten verschließen sich vor allem die etablierten Männerriegen.

Dabei sind die mit dicken Ellbogen ausgestatteten männlichen Platzhalter durchaus kreativ, wenn es drum geht, die nach vorne strebenden Frauen in der Finanzindustrie mit raffinierten Argumentationsmustern am Aufstieg zu hindern.

Kostprobe gefällig?

http://www.dasinvestment.com/investments/maerkte/news/datum/2009/08/07/frauen-in-fuehrungspositionen-mehr-ueberwachung-aber-weniger-profit

Fazit: Frauen arbeiten solider, gründlicher, nachhaltiger, was aber dummerweise den Profit der Bank schmälert. Lasst also bloß nicht zu viele weibliche Finanzprofis nach oben kommen, denn dann ist die Party vorbei….

Wissenschaftlich gesehen, das gebe ich zu, ist es ziemlich schwierig, darüber zu spekulieren, ob Frauen uns die Finanzkrise erspart hätten, siehe den Spiegel Artikel dazu:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,623712,00.html

Dennoch: Klar ist, dass Sachverstand und vorsichtiges Agieren, ähnlich wie beim Autofahren, bei Frauen deutlich ausgeprägter sind. Insofern sollte man die Diskussion doch ganz einfach so führen: Den Anteil von Frauen (sorry, leider gehts nicht ohne Quote) in der Führungsetage deutlich erhöhen – so sind in Norwegen sind 40 Prozent der Aufsichtsräte – zumindest bei 500 Aktiengesellschaften per Verordnung weiblich besetzt. Details dazu lassen sich bereits im Spiegel vom Jahr 2005 nachlesen:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,384668,00.html   

Das wäre auch mal ein echtes Wahlkampf-Thema in den schläfrigen Sommerrunden der Politiker vor der Bundestagswahl. Aber die SPD hat ihren an sich guten Vorsatz – wie einige andere Parteien – nicht konsequent weiterverfolgt:

http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,613836,00.html 

Aus meiner Sicht bedarf es sowieso keiner geschlechtsspezifischen Argumente in dieser Diskussion. Männer und Frauen sollen gemeinsam regieren. “Mann” muss es einfach tun und aktiv zulassen, so wie in Norwegen. Daran führt kein Weg vorbei. Dann gibt es auch keine scheinheiligen Argumente mehr, ob Frauen oder Männer die besseren Menschen oder Manager sind.

Was meinen Sie - Ist die Zukunft von Social Banking weiblich geprägt? Einfach einen Kommentar hinterlassen.

Written by lochmaier

August 25th, 2009 at 8:25 am

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3 Responses to 'Management 2.0: Ist die Zukunft von Social Banking weiblich?'

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  1. [...] Hinterlasse einen Kommentar » Mammon ist ursprünglich ein unredlich erworbener Gewinn oder unmoralisch eingesetzter Reichtum, wenn er etwa zur lebensbestimmenden Maxime wird. Da stellt sich doch gleich die Frage: Können Frauen besser mit Geld umgehen, bzw. wären Sie angesichts vieler männlich tickender „Testosteron-Bomben“ in der Finanzwelt die besseren Manager? Dieser Frage habe ich mich bereits vorsichtig in einem früheren Weblog-Eintrag angenähert. [...]

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